Emanzipatorische Kämpfe um Arbeits- und Sozialrechte

nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens

Nach dem Zerfall Jugoslawiens führte die postsozialistische Transformation zur Privatisierung der selbstverwalteten Betriebe des Landes. Folge dessen sind miserable Arbeitsbedingungen und geringere soziale Rechte. In den vergangenen Jahren war daher in einigen Ländern des ehemaligen Jugoslawiens ein Anwachsen der sozialen Proteste zu beobachten.

In Bosnien und Herzegowina breiteten sich im „Bosnischen Frühling“ 2014 die Proteste über das ganze Land aus. Bemerkenswert war dabei, dass es die ersten Proteste seit dem Bosnienkrieg waren, die nicht nationalistisch waren. Gemeinsames Ziel waren mehr Arbeits- und soziale Rechte, wie z.B. die Ausbezahlung der Löhne. Daraus entstanden ist das damalige Bürgerplenum.

Auf der Reise durch Sarajevo, Tuzla, Banja Luka und Mostar treffen wir Expert*innen und Aktivist*innen von vor Ort. Wir erfahren über die Gründung und Entwicklung des Bürgerplenums in Sarajevo, sprechen mit den Arbeiter*innen der ehemals besetzten Fabrik Dita in Tuzla und Besuchen das alternative Zentrum OKC Abrašević in Mostar.